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Prüfungsprogramm

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Kyu-Prüfung

Alle aktuellen Anforderungen an Kyu-Grade im DJB (Stand 2025).

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8. Kyu (Weiß-Gelb)

„Dein erster Schritt zum schwarzen Gürtel"

Durch diese Graduierung wird ein Grundverständnis von und über Judo dokumentiert. Dazu gehören folgende Punkte:

  • Beim Judo sind Judo-Werte und die Einhaltung von Etikette, die diese Werte repräsentieren, allgegenwärtig und unerlässlich.
  • Beim Judo wird gelernt zu fallen ohne sich zu verletzen, da dies die Voraussetzung für jedes weitere Üben und für Sicherheit in vielen Situationen des Alltags ist.
  • Beim Judo-Standkampf versuchen die Kämpfenden sich kontrolliert zu werfen.
  • Beim Judo-Bodenkampf versuchen sich die Kämpfenden gegenseitig auf den Rücken zu bringen und dort mit einem Haltegriff zu kontrollieren.
  • Beim Judo gibt es mit dem „Abklopfen" ein universelles STOP-Signal, das alle Aktionen unmittelbar beendet.
 

7. Kyu (Gelb)

„Fallen, Werfen, Halten"

Praktische Fertigkeiten und Übungsformen:

Ukemi und Partnerverhalten
  • Aus dem Stand: rückwärts, seitwärts, Rolle (jeweils eine Seite).
  • Herstellen der zu lösenden Situationen für Tori im Stand und am Boden.
  • Erste einfache Verteidigungshandlungen gegen Toris Haltetechniken.
Nage-waza
(,,wenn -> dann-Situationen")
Drei Wurftechniken aus dem Grundprogramm:
  • eine Eindrehtechnik zur Hauptseite
  • eine Eindrehtechnik zur Gegenseite
  • eine Fußtechnik
Katame-waza
(,,wenn -> dann-Situationen")
  • Vier Haltetechniken: Kesa-gatame, Tate-shiho-gatame, Yoko-shiho-gatame, Kami-shiho-gatame.
  • Zwei Haltegriffwechsel als Reaktion auf Ukes Befreiungsversuche.
  • Eine Lösung einer Standardsituation: ein Übergang vom Werfen zum Halten.
Randori Je zwei Aufgaben-Randori im Stand und am Boden zu je 2 Minuten.
 

6. Kyu (Gelb-Orange)

„Vertiefung und Variation Fallen, Werfen, Halten"

Praktische Fertigkeiten und Übungsformen:

Ukemi und Partnerverhalten
  • Aus dem Stand: rückwärts mit Rolle, seitwärts, Rolle vorwärts (jeweils beide Seiten).
  • Herstellen der zu lösenden Situationen für Tori im Stand und am Boden.
Nage-waza
(,,wenn -> dann-Situationen")
Sechs Wurftechniken aus dem Grundprogramm:
  • zwei Eindrehtechniken zur Hauptseite
  • zwei Eindrehtechniken zur Gegenseite
  • zwei Fußtechniken
Katame-waza
(,,wenn -> dann-Situationen")
  • Vier weitere Haltetechniken.
  • Drei Haltegriffwechsel als Reaktion auf Ukes Befreiungsversuche.
  • Zwei Lösungen für Standardsituationen: Wiederholung vom 7. Kyu und zusätzlich eine Umdrehtechnik von der Bauchlage in eine Osaekomi-waza.
Randori / Shiai Teilnahme an mindestens einem offiziellen Wettkampf (Nachweis im Judopass).
Alternativ: je zwei Stand- und Bodenrandori (Aufgaben-Randori) zu je 2 Minuten.
 

5. Kyu (Orange)

„Anwenden und Befreien"

Praktische Fertigkeiten und Übungsformen:

Ukemi und Partnerverhalten
  • Aus dem Gehen: rückwärts, seitwärts (re+li), Rolle (re+li).
  • Herstellen der Ausgangssituationen für die Anwendung der Nage-waza und Katame-waza.
  • Abwehrverhalten gegen Hebeltechniken.
Nage-waza
(,,wenn -> dann-Situationen")
Neun Wurftechniken aus dem Grundprogramm:
  • drei Eindrehtechniken zur Hauptseite
  • drei Eindrehtechniken zur Gegenseite
  • drei Fußtechniken
Katame-waza
(,,wenn -> dann-Situationen")
  • Vier unterschiedliche Befreiungen aus Haltegriffen: sich auf den Bauch drehen, ein Bein des Gegners klammern, den Gegner zwischen die eigenen Beine nehmen, den Gegner durch die Brücke überrollen.
  • Vier Lösungen für Standardsituationen: Wiederholung 7.–6. Kyu und zusätzlich Lösen der Beinklammer, ein Angriff gegen die Bankposition.
Randori / Shiai Teilnahme an mindestens zwei offiziellen Wettkämpfen seit der letzten Graduierung (Nachweis im Judopass).
Alternativ: je zwei Stand- und Bodenrandori (Aufgaben-Randori) zu je 2 Minuten.
 

4. Kyu (Orange-Grün)

„Werfen auf einem Bein, Angriff und Verteidigung"

Praktische Fertigkeiten und Übungsformen:

Ukemi und Partnerverhalten
  • Aus der zügigen Bewegung beidseitig: rückwärts, seitwärts, Rolle.
  • Herstellen der Ausgangssituationen für die Anwendung der Nage-waza und Katame-waza.
  • Abwehrverhalten gegen Hebeltechniken.
Nage-waza
(,,wenn -> dann-Situationen")
Zwölf Wurftechniken aus dynamischen Situationen aus dem Grundprogramm, darunter verbindlich: O-soto-gari, Harai-goshi, Uchi-mata.
  • drei Eindrehtechniken zur Hauptseite
  • drei Eindrehtechniken zur Gegenseite
Katame-waza
(,,wenn -> dann-Situationen")
  • Drei Hebeltechniken: Juji-gatame, Ude-garami, eine weitere Hebeltechnik nach freier Wahl.
  • Sechs Lösungen für Standardsituationen: Wiederholung 7. bis 5. Kyu und zusätzlich einen Angriff aus der eigenen Rückenlage, einen Angriff gegen die gegnerische Rückenlage.
Randori / Shiai Teilnahme an mindestens zwei offiziellen Wettkämpfen seit der letzten Graduierung (Nachweis im Judopass).
Alternativ: je zwei Stand- und Bodenrandori (Aufgaben-Randori) zu je 2 Minuten.
 

3. Kyu (Grün)

„Sensationelle Technikwelten"

Praktische Fertigkeiten und Übungsformen:

Ukemi und Partnerverhalten
  • Aus der zügigen Bewegung beidseitig: rückwärts, seitwärts, Rolle.
  • Freier Fall.
  • Herstellen der Ausgangssituationen für die Anwendung der Nage-waza und Katame-waza.
  • Abwehrverhalten gegen Hebeltechniken.
Nage-waza
(,,wenn -> dann-Situationen")
  • Fünfzehn Wurftechniken, darunter drei aus dem Erweiterungsprogramm.
  • Obligatorisch eine beliebige Variante von: Tomoe-nage, Tani-otoshi.
  • Je ein(e) Konter, Finte, Kombination (aus dem Programm des DJB).
Katame-waza
(,,wenn -> dann-Situationen")
  • Vier Kansetsu-waza aus dem Erweiterungsprogramm, obligatorisch: Hiza-gatame, Sankaku-gatame.
  • Sieben Lösungen aus den Musterlösungen des DJB: Wiederholung 7. bis 4. Kyu und zusätzlich einen Positionswechsel von einer Verteidigungsposition in eine günstige Angriffsposition.
Randori / Shiai Teilnahme an drei offiziellen Wettkämpfen seit der letzten Graduierung (Nachweis im Judopass).
Alternativ: je zwei Stand- und Bodenrandori zu je 3 Minuten.
 

2. Kyu (Blau)

„Die Judo-Taktik"

Praktische Fertigkeiten und Übungsformen:

Ukemi und Partnerverhalten
  • Alle bisherigen Ukemi.
  • Herstellen der Ausgangssituationen für die Anwendung der Nage-waza und Katame-waza.
  • Abwehrverhalten gegen Würgetechniken.
Nage-waza
(,,wenn -> dann-Situationen")
Achtzehn Wurftechniken, darunter sechs aus dem Erweiterungsprogramm.
  • Obligatorisch eine beliebige Variante von: Sumi-gaeshi, Soto-makikomi.
  • Je ein(e) Konter, Finte, Kombination aus den Musterlösungen des DJB.
  • Grifferarbeitung (einschl. Griff lösen) und mit Wurf abschließen aus Ai-yotsu und in Kenka-yotsu.
Katame-waza
(,,wenn -> dann-Situationen")
  • Drei Shime-waza aus dem Grund- und Erweiterungsprogramm, obligatorisch: Gyaku-juji-jime, Okuri-eri-jime (als „Koshi-jime").
  • Acht Lösungen aus den Musterlösungen des DJB: Wiederholung 7. bis 4. Kyu und zusätzlich zwei Positionswechsel von einer Verteidigungsposition in eine günstige Angriffsposition.
Randori / Shiai Teilnahme an drei offiziellen Wettkämpfen seit der letzten Graduierung (Nachweis im Judopass).
Alternativ: je zwei Stand- und Bodenrandori zu je 3 Minuten.
 

1. Kyu (Braun)

„Das eigene Judoprofil"

Praktische Fertigkeiten und Übungsformen:

Ukemi und Partnerverhalten
  • Alle bisherigen Ukemi.
  • Herstellen der Ausgangssituationen für die Anwendung der Nage-waza und Katame-waza.
  • Abwehrverhalten gegen alle Techniken in der Bodenlage.
Nage-waza
(,,wenn -> dann-Situationen")
Zwanzig Wurftechniken, darunter neun aus dem Erweiterungsprogramm.
  • Obligatorisch eine beliebige Variante von: Ura-nage, Ko-uchi-makikomi.
  • Je zwei Konter, Finten und Kombinationen aus dem Programm des DJB.
Katame-waza
(,,wenn -> dann-Situationen")
  • Vier Shime-waza aus dem Grund- und Erweiterungsprogramm, obligatorisch: Sode-guruma-jime, Okuri-eri-jime (als „Rollwürger").
  • Situationslösungen aus den Musterlösungen des DJB: Wiederholung 7. bis 4. Kyu und zusätzlich zwei Übergänge Stand/Boden (davon einen in Ai-yotsu und einen in Kenka-yotsu) sowie drei Positionswechsel von einer Verteidigungsposition in eine günstige Angriffsposition.
Individueller Schwerpunkt
(ca. 10 technische Aktionen)
Einer der folgenden Wahlbereiche muss demonstriert werden:
  • Wahlbereich Randori/Shiai: Vorstellung der eigenen individuellen Kampfkonzeption (Stand und Boden).
  • Wahlbereich Kata: Demonstration einer Zusammenstellung von zehn technischen Aktionen aus Kata des Dan-Programms nach Wahl.
  • Wahlbereich Selbstverteidigung: Demonstration von 10 Judo-Techniken gegen realistische Angriffe.
  • Wahlbereich Taiso: Gemäß Taiso-Wahlprogramm (Rhythmische Demonstration von 10 Techniken oder Judo-Pentathlon/Sportabzeichen).
Randori / Shiai Teilnahme an drei offiziellen Wettkämpfen seit der letzten Graduierung (Nachweis im Judopass).
Alternativ: je zwei Stand- und Bodenrandori zu je 3 Minuten.
 

Der Technik-Pool

Übersicht aller Techniken aus dem Grund- und Erweiterungsprogramm

Wurftechniken (Nage-waza)

Grundprogramm (bis 4. Kyu)
  • Te-waza: (Morote-)Seoi-nage, Ippon-seoi-nage, Tai-otoshi
  • Koshi-waza: O-Goshi, Uki-goshi, Koshi-guruma, Tsurikomi-goshi, Sode-tsurikomi-goshi, Harai-goshi
  • Ashi-waza: De-ashi-barai, O-soto-gari, O-uchi-gari, Ko-uchi-gari, Ko-soto-gari/Ko-soto-gake, Sasae-tsurikomi-ashi, Uchi-mata
Erweiterungsprogramm (3. bis 1. Kyu)
  • Te-waza: Kata-guruma, Uki-otoshi
  • Koshi-waza: Tsuri-goshi, Utsuri-goshi
  • Ashi-waza: Ashi-guruma, Okuri-ashi-barai
  • Ma-sutemi-waza: Tomoe-nage, Sumi-gaeshi, Ura-nage
  • Yoko-sutemi-waza: Tani-otoshi, Soto-makikomi, Ko-uchi-makikomi

Kontrolltechniken (Katame-waza)

Grundprogramm (bis 4. Kyu)
  • Haltetechniken: Kuzure-kesa-gatame, Kesa-gatame, Yoko-Shiho-gatame, Kami-shiho-gatame, Tate-shiho-gatame
  • Hebeltechniken: Juji-gatame, Ude-garami
  • Würgetechniken (Jugendliche/Erw.): Gyaku-juji-jime, Okuri-eri-jime
Erweiterungsprogramm (3. bis 1. Kyu)
  • Haltetechniken: Kata-gatame, Kuzure-kami-shiho-gatame, Ushiro-kesa-gatame, Ura-gatame, Uki-gatame
  • Hebeltechniken: Waki-gatame, Ude-gatame, Hiza-gatame, Sankaku-gatame
  • Würgetechniken (Kinder): Gyaku-juji-jime, Okuri-eri-jime
  • Würgetechniken (Jugendliche/Erw.): Katate-jime, Kataha-jime, Hadaka-jime, Sode-guruma-jime, Sankaku-jime, Tsukkomi-jime
 

Wichtige Hinweise

  • Qualität & Niveaustufen: Im Grundprogramm (bis 4. Kyu) werden Interaktionsketten in mäßigem Tempo in "Grobform" ausgeführt (Niveaustufe 1). Ab dem 3. Kyu (Erweiterungsprogramm) wird eine flüssigere und verfeinerte Form in zügigem Tempo erwartet (Niveaustufe 2).
  • Ähnliche & verwandte Techniken: Die Ausführung von ähnlich aussehenden Techniken ist teilweise äußerst anspruchsvoll. Für den Kyu-Bereich gilt daher, dass in den Anforderungen benannte Techniken durch eine ähnliche bzw. verwandte Technik oder durch funktionale Mischformen ersetzt werden können (z.B. Ko-soto-gari / Ko-soto-gake).
  • Bodenkampf heißt Kontrolle: "Katame" bedeutet "kontrollieren". Katame-waza sind Kontrolltechniken, die so gelernt werden müssen, dass Tori seinen Partner (Uke) auch dann noch sicher kontrollieren kann, wenn dieser versucht sich zu befreien (Interaktionsketten: "wenn -> dann").
  • Judo-Werte, Etikette & Sozialkompetenz: Von Judoka wird erwartet, dass sie sich an Etikette, Hygiene und den Ordnungsrahmen im Dojo halten. Es gilt, eine Haltung der wechselseitigen Unterstützung im Lernprozess zu zeigen und auf ein möglichst geringes Verletzungsrisiko zu achten. Erfahrenere Schüler geben zudem Tipps und bringen sich helfend bei Gemeinschaftsaufgaben ein.


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